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Pseudosymbolistisches Einerlei
  · 15.08.22
''Das ellenlange An-Gesinge wurde dann - für mich als Hörer, der ich ja nichts weiter sah als bloß dieses dahergekrampfte Pseudosymbolistengehabe (auch die cyberartigen Kostüme Gabriele Rupprechts taten alles das bedienen) - zur Tortour; zudem die Foster ungezügelt laut und (zugegeben:) höhentreffsicher ihren Gesamtpart herwuchtete und der Gould, wie ja schon angedeutet, nicht viel mehr als hochsympathisch durchhielt. Georg Zeppenfeld (allein nur der!) überzeugte, wie gehabt, mit kultiviertestem Gesang; sein König Marke - wie schon in der Vorgängerinneninszenierung - bestach v.a. durch diesen ihm eigenen schwarztorf'nen Sound und seine fulminante Textverständlichkeit. Ekaterina Gubanova (als Brangäne) sowie Markus Eiche (als Kurwenal): passabel, mehr nicht.

Das Festspielorchester folgte einem mehr oder weniger nicht zu definierenden und (mehr noch:) konzeptionslosen In-die-Breite-Gezerrtsein, das der Poschner, der anstatt Cornelius Meister, den die Festspielleitung kurzerhand zum Ring "beorderte", den diesjährigen Tristan dirigierte, halt so wollte; ich erlebte ihn hiermit, ganz nebenbei bemerkt, vor Langem schon mal im Theater Bremen, wo er früher GMD gewesen war, ja und da fiel er mir - wie hier und heute - auch kaum auf.'' schreibt Andre Sokolowski am 14. August 2022 auf KULTURA-EXTRA
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