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Sommertheater mit Schauwerten und starkem Ensemble
  · 31.07.22
Dass der Abend mehr ist als unterhaltsames Sommertheater abseits der Metropolen und sich auch eine weitere Anreise lohnt, ist vor allem einem erstaunlich starken Ensemble zu verdanken. Regisseur Roger Vontobel, seit dieser Spielzeit Schauspieldirektor in Bern, zuvor Hausregisseur in Bochum und Düsseldorf, arbeitet mit oft recht jungen Spieler*innen zusammen, die große Häuser schon seit einigen Jahren mitprägen:

Als Brünhild schaltet Genija Rykova blitzschnell von Eiseskälte auf rasenden Zorn um. Sie war gleich nach ihrem Studium lange am Münchner Residenztheater engagiert und wechselte dann nach Berlin. In ihren ersten Auftritten nach den Lockdowns an der Schaubühne unter der Regie von Marius von Mayenburg und Simon McBurney ihr Potential noch nicht entfalten. Um so schöner ist es, dass sie im Zusammenspiel mit Felix Rech als Siegfried die erste halbe Stunde des Nibelungen-Dramas dominiert.

Mehr als drei Stunden liefern sie einen Theater-Abend mit vielen Schauwerten, der mehr als Spektakel ist, da der Cast auch mit den schauspielerischen Nuancen überzeugt. Live-Kameras fangen das Geschehen am und im Pool ein und übertragen es in Großaufnahme auf die Leinwände, so dass auch von den Tribünen jedes Detail zu erkennen ist.

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