2.0/5
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Gut gelaunter Abschied von Sophie Rois als Alien
  · 01.07.22
Als Referenz-Rahmen wählen Pollesch und sein Team meist Diskursschnipsel aus Soziologie, Queer und Gender Studies. Diesmal orientiert sich der 80minütige Abend vor allem der SciFi-Komödie „Meine Stiefmutter ist ein Alien“ (1988) mit Dan Aykroyd und Kim Basinger sowie Heidi Kabels Ohnsorg-Schwank „Tratsch im Treppenhaus“, auf den Kotbong Yang parodistisch anspielt.

Streckenweise ist der Abend durchaus unterhaltsam, Sophie Rois sorgt mit einigen Running Gags für Lacher: wenn sie nicht gerade als verkrampfte Alien auf der Suche nach Sex über die Szenerie tigert, sorgt sie sich rührend um die Menschen im 2. Rang, die zu wenig sehen können.
Leider ist der Abend aber auch um 20 Minuten zu lang und oft zu albern. Als sommerlicher Spielzeit-Ausklang und Gegengewicht zum nölenden Kriegs- und Corona-Lamento von Fabian Hinrichs in „Geht es dir gut?“ bietet diese Rois-Abschieds-Sause einige Momente zum Schmunzeln, aber ein großer Wurf ist der verqualmte Abend nicht.

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