Kritik zuMonte Rosa
2.5/5
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Monte Rosa von Teresa Dopler
  · 13.06.22
''Die Bergsteiger-Komödie Monte Rosa von Teresa Dopler fällt nicht nur in der Dauer und im Ton deutlich gegen Castorfs Jelinek-Schweinerei ab. Schon das Bühnenbild strahlt eher Ruhe aus. Auf einer im Hochkantrahmen von Fabian Liszt gestalteten Felsplatte an der im Hintergrund Video-Wolken und Dunst vorbeiziehen, treffen sich Bergsteiger A und B mittleren Alters (Mathias Max Herrmann, Lukas Holzhausen), halten zunächst wortkargen Smalltalk über die Aufstiegsroute, um dann schnell beim Prahlen und Frotzeln des anderen anzukommen. Insgeheim sind die Lonesome-Wanderer auf der Suche nach einem Partner und mustern gegenseitig ihre Körper, was fast schon ironisch etwas Homoerotik knistern lässt, wenn sie sich ihre Oberkörper und Wadenmuskeln zeigen. (...)

Teresa Dopler schafft hier ein leicht-lockeres Konversationsstück, das als Parabel auf das wirkliche Leben im Leistungsdruck und Jugendwahn zu verstehen ist. Zu echten lebensphilosophischen Höhen kann sich der schmale Text aber nicht erheben. Da darf es schon etwas verwundern, dass dieses Stück von der Mülheim-Jury auserkoren und bis in die Endrunde durchgewunken wurde.'' schreibt Stefan Bock am 13. Juni 2022 auf KULTURA-EXTRA
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