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Die Apokalypse macht Spaß
  · 10.06.22
''Die Apokalypse macht Spaß, auch wenn man nicht recht weiß, ab man lachen oder weinen soll, wenn Molche den Menschen Nachhilfe in richtiger Grammatik geben; wenn die letzten Menschen sich slapstickartig gegen einen riesigen schwarzen Wind-Sack stemmen, der die Bühne überflutet und sie regelrecht verschluckt; oder wenn bei einer apokalyptischen Abschiedsfeier ein gut gelaunter Molch in Glitzer-Outfit eine Empore erklimmt, zum fröhlich schwadronierenden Radio-Moderator und zum DJ des Untergangs mutiert:

Zwischen Händels Wassermusik und den besten Hits der 80er verkündet er laut johlend die Siegesmeldungen von der Front, wo es den Molchen gelungen ist, Land wegzusprengen und neuen Wasser-Lebensraum zu gewinnen, Menschen zum Aussterben in die letzten Berge zu vertreiben. Das tut weh, ist aber trotzdem ziemlich komisch. Rettung für den Menschen gibt es in der turbulenten Theaterfassung leider nicht. Wer Hilfe sucht, sollte mal ein schlaues Buch lesen, zum Beispiel den Roman von Karel Capek, da gibt es auch ein paar Gedanken, wie der ganze Irrsinn noch zu verhindern und der Krieg ganz anders ausgehen könnte.'' schreibt Frank Dietschreit auf rbbKultur
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