Kritik zuSolaris
2.0/5
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Kein Erkenntnisgewinn, kein Unterhaltungswert
  · 12.04.22
''Die aus dem Roman herausgehauenen Textbausteine fallen in ein tiefes schwarzes Loch und zerschellen dort als fernes Echo einer hirnrissigen Theaterbemühung, die glaubt, ohne schauspielerische Elemente auskommen zu können. Keine einzige Figur, die einen interessiert, keine einzige Szene, die einen nicht langweilen würde. Kein Erkenntnisgewinn und kein Unterhaltungswert. Nur ein gähnender Abgrund sinnlosen Geplappers über Original und Fälschung, Wirklichkeit und Wahnsinn.

Einmal sagt jemand: "Was geschehen ist, kann furchtbar sein. Aber am furchtbarsten ist, was nicht geschehen ist." Klingt spannend. Doch es wird nur aufgesagt wie verstaubte Zeilen aus einem alten Gedicht. Beim Lesen des Romans hat man das Gefühl, der Autor ist auf Droge und versucht, für seinen LSD-Rausch die richtigen Worte und bunten Bilder zu finden. Davon spürt man im Theater rein gar nichts. Alles nur grauer Textnebel, der einen einlullt und sanft in den Theater-Schlaf begleitet: Hoffentlich gebiert der Schlaf der Theater-Vernunft keine Ungeheuer.'' schreibt Frank Dietschreit auf rbbKultur
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