Kritik zuDon Carlo
4.0/5
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Schwarz und grau und weiße Lilien
  · 13.03.22
''Das Bühnenbild von Radu Boruzescu ist in Schwarz und Grau getaucht, und die Kostüme Petra Reinhardts ebenso, nur jede Menge weiße Kunst-Lilien, die die Choristinnen dann rein- und rauszutragen oder auf den Fußboden zu legen hatten, boten so etwas wie Notlicht; sowieso sparten Peter Van Praet und Robert Carsen, was dann ihre Lichtregie betraf, an Aufhellendem, wo es irgendwie nur ging. Stark war die Schreibtischszene mit Philipp II., der dort sein "Sie hat mich nie geliebt" zum Besten gab, wie überhaupt die imponierend tiefe Stimme und der überwältigende Habitus von Ante Jerkunica alle anderen Beteiligten lt. ausgewiesener Besetzungsliste auf das Dimensionalste überragten!

Aufsehenerregend gut dann auch der zudem stimmgewaltige Auftritt Karl-Heinz Lehnerts als ein dem Savonarola nicht unähnelndem und hochaggresiv daher kommendem Großinquisitor. Gaston Rivero (als Posa) und Jordan Shanahan (in der Titelrolle): akzeptabel - ebenso die zwei Protagonistinnen Gabrielle Mouhlen (als Elisabetta) und Nora Sourouzian (als Eboli). Andrea Sanguineti dirigierte die grandios und makellos musizierenden Essener Philharmoniker!! Das insgesamt meist Stehkonzertige der Inszenierung ging einem dann allerdings beträchtlich auf den Kranz.'' schreibt Andre Sokolowski am 13. März 2022 auf KULTURA-EXTRA
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