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Weiterentwicklung eines früheren Stückes
  · 28.01.22
''Lina Gómez, die aus Kolumbien stammt und in Brasilien und Berlin Tanz studiert hat, ist hier in Bewegung, Sound und Licht eine erstaunliche Weiterentwicklung eines früheren Stückes gelungen. Eine erste Version hatte sie 2015 als Abschlussarbeit am Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin gezeigt. Unvergesslich, denn sie hatte damals die nackten Leiber unendlich langsam als amorphe Masse über den Boden kriechen lassen. Jetzt, in der neuen Version, in der Vereinzelung der Körper, wirkt das noch dramatischer, wobei sie auch hier zu skulpturalen Formen findet, zu einem Haufen aus ineinander verknäulten Leibern, bei dem nicht mehr erkennbar ist, zu wem welche Körperteile gehören.

Die Wirkung beim Zusehen ist trancehaft. Dieses Stück erzeugt seine eigene Zeit und seinen eigenen Raum, ist wie eine Traumreise. Letztlich sind wir Zuschauer:innen es, die ins Träumen geraten, für die Ort und Zeitpunkt verschwinden.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
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