Kritik zuNovember
2.0/5
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Krieg im Kopf
  · 28.11.21
''Die Aufführung bleibt in weiten Teilen schwer zugänglich und kryptisch. Der neben Kraftausdrücken oft gewollt poetische Text ufert in vielerlei Gefilden. Bezüge etwa auf das Schicksal jugoslawischer Gastarbeiter hierzulande oder auf die aktuelle Gesundheitskrise werden angedeutet, politisch ist das Werk jedoch schwer einzuordnen. Verweisen die Anspielungen auf „Heiner“ und „Christa“ etwa auf die heute kanonisierten Autoren Heiner Müller und Christa Wolf, die auch in der DDR lebten? Auch die Zeitsprünge verwirren mitunter. "Punk is not dead“ prangt zu guter Letzt auf der Bühnenrückwand.

Wer Moritz Hellfritzschs Dokumentation Punk in Bonn (2012) gesehen hat, der weiß, dass auch die Bundesstadt zur Zeit der Bonner Republik eine Hochburg des Punk war. Kultige Eventlocations wie das Kult 41 an der Viktoriabrücke zeugen heute noch von einer lebendigen lokalen Punkszene. So hat sich Regisseur Sascha Hawemann für sein Autorendebüt über die Generation Punk wahrscheinlich fruchtbaren Boden ausgesucht. Ein Glücksgriff gelang ihm insbesondere mit den Darstellern, die das über zweistündige Drama trotz der erdrückenden Textlast wenigstens zeitweise zu einem eindrücklichen Erlebnis machen.'' schreibt Ansgar Skoda am 27. November 2021 auf KULTURA-EXTRA
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