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Der Genickbruch der Souffleuse
  · 13.11.21
''Ein Knabe spielt und singt das Waldvöglein, sein T-Shirt ist mit Blut besudelt, und wenn Siegfried ihn berührt, lässt sich das (auch) als pädophil assoziieren - soweit sind wir mittlerweile schon; die ganze Missbrauchsscheiße, die im Fernsehen seit Jahren rauf und runter thematisiert wird, hinterlässt abstruse Spuren. Alberich schaut ständig nach dem Rechten. Fafner spielt den Falstaff. Siegmund & Sieglinde halten Tücher, eins der Tücher klemmt und geht nicht auf. Ja und Statisten & Statistinnen woll'n endlich ficken. Nein, wie platt und dämlich ist das alles?! 

Clay Hilley (als Siegfried) ist ein absoluter Durchhaltetyp. Auch bei Nina Stemme (als Brünnhilde) sitzen die Spitzentöne, obgleich man hört, wie sie sich müht. Ian Paterson (als Wanderer): nicht mehr als "Standard". Sensationell: Ya-Chung Huang (als Mime). Passabelst: Judit Kutasi (als Erda). Tobias Kehrer (als Fafner), Jordan Shanahan (als Alberich) und Sebastian Scherer (als Waldvogel) ergänzen den Cast. Sir Donald Runnicles dirigiert ein durch und durch solide musizierendes Orchester der Deutschen Oper Berlin.'' schreibt Andre Sokolowski am 13. November 2021 auf KULTURA-EXTRA
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