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No meat today!
  · 01.11.21
''Glauses Projekt stellt die verschiedenen Perspektiven einander gegenüber und bringt einem das Leiden der Tiere nahe: Gesellschaftskritik anhand vieler Details. Dazu die Analyse der Strukturen plus Zukunftsversprechen. Heißt die Lösung tierfreies Fleisch aus dem 3D-Drucker?

Diese ganze Textüberlast könnte die Zuhörenden erschlagen, wird aber erträglich und szenisch fassbar gemacht durch temperamentvolle, revuehafte Tanz- und Musikeinlagen (Musikkomposition: Joe Masi) rund um eine Torte aus Weißwürsten. Da blökt die Ziege, muht die Kuh, wiehert das Pferd. Der Karneval der Tiere (Bühne und Kostüme: Mai Gogishvili) spielt sich aufs bunteste auf verschiedenen Podien ab, die herauf und herunter fahren durch ein spielfreudiges Leben in Licht und Schatten (Licht: David Jäkel).

Glücklicherweise sind Glauses Figuren wie der sympathische, bayerische Traditionsmetzgermeister aber nicht nur wandelnde Thesen, sondern glaubhafte Menschen. Wird sie jetzt denunziert, die Freude an der duftenden Leberkässemmel? Nein.Vielmehr gilt der Rap: „No meat, no milk, no wool, no silk, no eggs, no honey, my choice, my money…" schreibt Petra Herrmann am 1. November 2021 auf KULTURA-EXTRA
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