3.5/5
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Vielschichtige, beschwingt-melancholische Inszenierung
  · 12.10.21
''Hasan Taşgın spielt Cem. Er ist in Neukölln geboren und bringt Street Credibility mit, aber er ist auch jemand, der viel ausstrahlt, ohne viel zu machen. Den Konflikt des Sohnes, der seine Mutter liebt und zugleich von ihr weg will, zeigt er mit einem verzweifelten Kopfnicken, und wenn er Lisa begegnet, beginnen seine Augen zu strahlen. Er ist von einer so gewinnenden Fröhlichkeit, dass Alida Stricker als Lisa neben ihm fast spröde wirkt. Und auch die Elternfiguren überzeugen: Berivan Kaya gibt Cems Mutter eine verträumte Melancholie, Rita Feldmeier als Lisas Großmutter ist schroff und hart. Potsdamer Theatergänger:innen kennen sie vom Hans Otto Theater. Wenn sie auftritt, ist eine kalte Grundspannung da.

Der Regisseur hat mit diesen unterschiedlichen Temperaturen und Energiepegeln geschickt gearbeitet. Die Stimmungen wechseln, die Szenen gehen rasant ineinander über – bis zum überraschenden Schluss. Hakan Savaş Mican ist eine vielschichtige, beschwingt-melancholische Inszenierung gelungen.'' schreibt Oliver Kranz auf rbbKultur
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