Kritik zuOedipus
3.7/5
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Eine bildstarke und mitreißende Inszenierung
  · 31.08.21
''Für die Darstellerinnen und Darsteller besteht die Herausforderung darin, sich im Takt zu bewegen, ohne dass es mechanisch wird. Das fängt mit dem Chor an, in dem jede und jeder einzelne mit einer eigenen Haltung auftritt und es hört mit Oedipus auf, der erst als besorgter Staatsmann erscheint, dann als aufbrausender Machtmensch und am Ende hilflos über die Bühne wankt. Manuel Harder macht das ganz wunderbar – mal mit rasselndem Pathos, mal ganz leise und schlicht.

Und auch Kathleen Morgeneyer muss erwähnt werden, die den Seher Teiresias spielt. Das Entsetzen über die Weissagung, die von ihr erwartet wird, steht ihr ins Gesicht geschrieben. Sie will Oedipus schonen. Erst als er sie unter Druck setzt, schleudert sie alles heraus. So werden im rauschhaften Bühnengeschehen Geschichten sichtbar – das Individuelle innerhalb der strengen Form. Der Abend dauert drei Stunden, doch die Zeit vergeht wie im Flug. Ulrich Rasche ist eine bildstarke und mitreißende Inszenierung gelungen.'' schreibt Oliver Kranz auf rbbKultur
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