2.8/5
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Ein quietschender Wagen, Lametta, Schlangenmenschen und ein Galgen
  · 17.08.21
Das Berliner Ensemble bringt „Dreigroschenoper“. Soho ist ein Gerüst aus Treppen und Stangen. Darin Peachum mit seinen Frauen, Polly, Mackie Messer und andere. Beachtlich ist die Beweglichkeit dieser Schlangenmenschen im stückblockierenden Gestell. Das Orchester und Publikum wird eingebunden, meist peinlich berührt.
Constanze Becker und Laura Balzer gefallen als Lucy und Celia, Katrin Wehlisch als Brown herrlich verschroben und zeitnehmend mit dem Teewagen und Nico Holonics als Mackie erst nervend, dann der Gewinn des Abends, selbst wenn er am Galgen hängt.
Erst als das ganze Gestell der ersten Szenen verschwindet, das ständige Lametta wegfährt, die Bühne frei wird und damit auch Luft für das Stück und die Zuschauer, die ebenso wie die Besetzung ohne jegliche Abstände in Coronazeiten mit steigender Inzidenz und ohne spürbare Luftzufuhr verweilen, endlich verfügbar wird, wird es richtig gut. Das übersteuerte Orchester kann man erwähnen, muss man aber nicht.
Naja.
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