Kritik zuNEW/WORKS
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Auf dem Weg von Balanchine zu Holzinger
  · 26.07.21
''In Cassiopeia’s Garden von Christian Spuck folgen die Tänzer mit gleitenden, fast lasziven Bewegungen in einer über das übliche Maß hinausgehenden Strenge der Musik. Spucks Choreographie ist noch, ohne Einschränkungen, dem Ideal der Eleganz verpflichtet.

Von Spucks Grandezza weit entfernt ist Marco Goeckes mittlerweile vertraute Zappelästhetik, deren meist von Händen und Armen ausgehende Nervosität für jene, die sie nicht von vornherein ablehnen, immer wieder fasziniert.

Bei Edward Clugs Source tritt im Graben endlich, vom Publikum freundlich begrüßt und von Mikhail Agrest dirigiert, das Orchester auf. Die Perfektion der synchronen Abläufe, die makellose Parallelität von Figuren im Corps de Ballet bedürfen keiner speziellen Erwähnung: sie gehören zu den Unverzichtbarkeiten, die die Stuttgarter Compagnie von weniger professionellen Ensembles unterscheidet.

William Forsythe präsentiert in Blake Works I Positionen des klassischen Balletts und nimmt sie zugleich auf die Schaufel. Am Schluss schält sich aus der Reminiszenz an eine Disco ein ehrwürdiges Pas de deux. Es nennt sich bedeutungsschwanger F.O.R.E.V.E.R. und wird getanzt von Hyo-Jung Kang und David Moore.'' schreibt Thomas Rothschild am 26. Juli 2021 auf KULTURA-EXTRA
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