5.0/5
Bewertungen: 1
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Videoüberwacht
  · 14.07.21
''Inszeniert hat jetzt der Pole Krzysztof Warlikowski. Er verordnet den zwei unwirklich und wirklich Liebenden unwirkliche und wirkliche Distanz. Die stimmungsvollen Videos, die der Filmer Kamil Polak auf die Kinobreitwand projiziert, welche als raumteilende Wand des holzgetäfelten großbürgerlichen Einheitsbühnenbilds von Małgorzata Szczęśniak gelegentlich hinabfährt, sind bei weitem aufschlussreicher als das rätselhafte Puppeneinerlei des Regisseurs. Die Filmsequenzen deuten auf schier unendliche Gänge eines Passagierschiffs oder (2. Akt) Hotels, die zwischen hunderten verschlossenen Kabinen oder Zimmern führen - und Harteros schleppt sich (2. Akt) die Treppen zur Hoteletage 3, 4, 5 oder noch höher, tritt dann schließlich in ein Zimmer ein, wo sie von einer Videokamera von oben aus beobachtet zu werden scheint; sie wartet lange bis wer kommt - - und Kaufmann tritt dann plötzlich, beinahe fast unvermittelt, ein, legt sich zu ihr aufs Bett; das Paar weiß überhaupt nichts mit sich anzufangen und wird schließlich überschwemmt... spielt also doch dann alles (auch der 2. Akt) auf der Titanic oder?'' schreibt Andre Sokolowski am 15. Juli 2021 auf KULTURA-EXTRA
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