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Bunter Strauß aus Kalauern und Meta-Theater-Späßen
  · 11.07.21
Wer bei diesem Titel opulentes Mantel- und Degen-Ausstattungstheater erhofft, ist dem Regisseur Antonio Latella auf den Leim gegangen. Auf der leeren und für diese Inszenierung viel zu großen Residenztheater-Bühne toben die vier Harlekine in ihren Commedia dell´arte-Kostümen herum, nachdem sie die Bühne zu Adriano Celentano-Schlagern von den Seiten-Eingängen aus geentert haben.

Zwei Stunden lang bietet das Quartett Comedy mit manch flachen Kalauern, im nächsten Moment perfekt von Francesco Manetti einstudierte Choreographien, in denen sie steppen oder die Aufführungen der Spanischen Hofreitschule zum Radetzkymarsch persiflieren. Die Handlung des Roman-Klassikers von Alexandre Dumas wird nur kurz gestreift, die vier Schauspieler Nicolo Mastroberardino, Michael Wächter, Vincent Glander und an diesem Abend Elias Eilinghoff, der sich mit Max Rothbart abwechselt, nutzen die Figuren von Artamis, D´Artagnan und Co. als Spielmasse für ihre Meta-Theater-Komödie, in der sie sich ausgiebig über Dramaturgen lustig machen, die zu spät gekommene Eva immer wieder in ihre Wortgefechte einbeziehen oder einfach nur blödeln.

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