Kritik zuPistes
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Penda Diouf, Nanyadji Ka-gara
  · 27.06.21
''Die Namibia-Reise stärkt das Selbstbewusstsein der jungen Frau und stößt sie auf die tragische Geschichte dieses Landes, das von 1884 bis 1915 unter dem Namen Deutsch-Südwestafrika deutsche Kolonie war und somit auch ein Stück deutscher Geschichte ist. Im Lauf der gewalttätigen Auseinandersetzungen ab 1904 wurden 75 Peozent der einheimischen Herero und 50 Prozent der Nama ermordet. In Pistes wird dies mit dem Satz kommentiert, den manche für ein Skandalon halten: „Es scheint, die Shoah hat ihre Wurzeln im afrikanischen Südwesten.“

Dazu lässt sich nur mit aller Deutlichkeit sagen: wer den Genozid an den Herero und Nama verschweigt oder relativiert, muss es sich gefallen lassen, als Rassist zu gelten und in einem Atem mit den Holocaustleugnern genannt zu werden. Die Schuld der Deutschen, deutscher Protestanten, deutscher Katholiken und deutscher Juden, an Schwarzen bleibt eine historische Schuld. Sie ist unteilbar. Mit Zahlungen an die namibische Regierung – nach immerhin mehr als einem Jahrhundert! – ist die Schuld nicht getilgt.

Als Theateraufführung ist Pistes von eher geringer Bedeutung. Als Nachhilfe in Geschichte möchte man sich eine Kenntnisnahme in jeder Schulklasse wünschen.'' schreibt Thomas Rothschild am 27. Juni 2021 auf KULTURA-EXTRA
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