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Puppe agiert ganz selbstverständlich mit dem Ensemble
  · 19.06.21
Im Zentrum des Romans stehen Michael K. und seine Mutter, sie sind die einzigen Puppen auf der Bühne und die krassen Außenseiter in dieser Gesellschaft. In fahlem Licht und zu melancholischer Musik zeichnen der Roman und die Inszenierung den Leidensweg ihrer Protagonisten nach. Michael K. kam mit einer Hasenscharte auf die Welt, hat eine Lernbehinderung und auch sonst schlechte Startchancen im Leben. Seine Mutter schuftete in prekären Jobs und ruinierte ihre Gesundheit.

Der Abend erzählt, wie Michael K. trotz aller Rückschläge nie die Hoffnung verliert, sich aufopfernd bis zu ihrem frühen Tod um die Mutter kümmert und sich dann allein weiter durch diese brutale Gesellschaft schlägt. Das Besondere an dieser Inszenierung ist, wie die von Adrian Kohler und der Handspring Puppet Company konzipierte Puppe ganz selbstverständlich mit den Spieler*innen des südafrikanischen Ensembles agiert.

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