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Schlurfende Plaudertausche, Indie-Rock und Punk
  · 10.06.21
Der mit vier Stunden viel zu lange Abend hat einen entscheidenden Konstruktionsfehler. Der regieführende Intendant Thomas Ostermeier setzt über weite Strecken ganz auf seinen Hauptdarsteller, der ihm diesen Romanstoff auch vorgeschlagen haben soll. Doch eine Hauptfigur, die larmoyant auf Nina Wetzels Drehbühne nur um sich selbst kreist, kann keinen unterhaltsamen Theaterabend stemmen. Ungemein statisch schleppt sich die brave Roman-Nacherzählung dahin, wie auf Valium wirken die ersten beiden Stunden bis zur Pause.

Als Hörbuch für Menschen mit Einschlaf-Problemen könnte dieser enttäuschende Theater-Abend wertvolle Dienste leisten. Dann müsste man allerdings die Einsätze der Live-Band rausschneiden, die die Selbstbespiegelung der „sonoren Plaudertasche“, wie taz-Kritikerin Eva Behrendt den Subutex von Meyerhoff charakterisiert, zuverlässig jede Viertelstunde mit lautem Indie-Rock oder Punk unterbricht.

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