2.5/5
Bewertungen: 2
Rezensionen: 2
Alle Kritiken ansehen.
1 von 1 Personen fanden die Kritik hilfreich
Meyerhoffs Subutex ist melancholisch, zärtlich und sanft
  · 07.06.21
''Als Rock-Konzert ist der Abend ohnehin ein Genuss. Wenn man mit Bands wie Sonic Youth oder Portishead allerdings nichts anfangen kann, wird man es schwer haben. Es sei denn, man hält sich an Joachim Meyerhoffs Subutex fest. Es wäre auch eine kritischere Sicht auf diesen egozentrisch durchs Leben stiefelnden Musikfreak möglich – aber so melancholisch, zärtlich und sanft, wie Meyerhoff ihn gibt, ist sein Abstieg, der sinnbildlich für unser aller Abstieg steht, wenn wir Pech haben, zu Herzen gehend. Am Ende kniet er auf einer Pappe, sein Parker verdreckt, die Haare fettig, und hält die Hand auf.

Eindeutig: Thomas Ostermeier konzentriert sich auf die Systemkritik des Romans, auf die Klassenfrage, die die politisch rechten, skrupellosen Egoisten nach oben spült und die kleinen harmlosen Plattenhändler in die Gosse zwingt. Eine der drängendsten Fragen unserer Zeit – allein: Rockkonzert und aneinandergereihte Monologe sind nicht das rechte Mittel, sie eindringlich zu verhandeln.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
War die Kritik hilfreich?