4.0/5
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Tussitum
  · 27.05.21
''Die Family wird als Sozialfall vorgeführt, und die vier Frauen - insbesondere die dominante Schreckensmutter - sehen eigentlich nur einen Ausweg aus ihrer (Sozial-)Falle: "Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm!", und so zitieren sie tatsächlich Bertolt Brecht. Ja und den "Wohlstand" meinen und vermeinen sie sich durch eine entsprechend passende Partie hinzuzuheiraten. Rein zufällig gewinnen sie bei einem Fernseh-Quiz ein Live-Dating mit einem stadt- und landbekannten Fernsehstar, welcher als eine Art von Bachelos seit Jahren schon sein Unwesen in den Privaten treibt - also ein Fernsehstar sprich Bachelor sprich megareich. Nichts wie hin bzw. nichts wie ran! "Es reicht, wenn eine von uns, nur eine, den goldenen Schwanz zu fassen bekommt", meint die habgierige Schreckensmutter...

Und dann kommt halt dieses alte Aschenputtel-Muster mit zum Vorschein, und das Aschenputtel soll's am Ende richten, weil die beiden Aschenputtel-Stiefschwestern zu doof hierfür sind, doch das Aschenputtel tut sich in den Prinzen verlieben, oder es denkt, dass es sich in ihn verliebt hat usw. usf.

Zum Schluss des Stückes hin flacht es ein bisschen ab, d.h. dass alle dann entnervend viel über sozialgesellschaftliche Muster plappern, also über all die Sachen, die man so schon vom Erzählen her oder aus eigenem Erleben zugenüge kennt. Nichts Neues, keine Groß- und keine Kleinvisionen; nur noch so'n Tussi-Geseiere. Doch macht ja nichts - das Stück hörte sich trotzdem ganz gut und spritzig an.'' schreibt Andre Sokolowski am 27. Mai 2021 auf KULTURA-EXTRA
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