2.0/5
Bewertungen: 1
Rezensionen: 1
Alle Kritiken ansehen.
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Drag-Monologe männlicher Prinzessinnen
  · 16.04.21
Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek macht in ihren feministischen Monologen, die kurz nach der Jahrtausendwende erschienen, aus den Märchenprinzessinen Schneewittchen, Dornröschen und Rosamunde junge Frauen, die unter patriarchaler Herrschaft leiden.

Diese Frauen-Rollen besetzt Regisseurin Charlotte Sprenger mit drei Männern: sie stehen in einer plüschig-pinkfarbenen Bühnenbild-Kulisse und ironisieren Klischees weiblicher Rollenbilder mit flötenden Fistelstimmen, auf hochhakigen Schuhen, im Kleidchen oder in Unterwäsche.

Weit näher am Film als am Theater sind die drei Monologe, in denen die Protagonistinnen der Reihe nach ihr Herz ausschütten: mal lasziv mit der Kamera flirtend wie Christian Czeremnych als Dornröschen, dann mit verlaufenem Lidschatten wie Sören Wunderlich als Rosamunde.

Weiterlesen
War die Kritik hilfreich?