3.0/5
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Pat To Yan bedient nicht nur klassische Fantasy-Genre-Muster, bei denen sich die Helden gegen dunkle Mächte wie die „Geisterkinder“ durchsetzen müssen, sondern setzt sich auch mit den Dilemmata der Künstlichen Intelligenz ein. Kate, eine „Alexa“-Deluxe-Version, führt ganz selbstverständlich den Haushalt von Frank und Jane (Agnes Kammerer), die in einem Nebenstrang von einer Firma den Auftrag bekommt, den Menschen statt Kants Kategorischem Imperativ fiktionale Geschichten ins Gehirn zu induzieren. Sie gerät in einen Gewissenskonflikt, ob sie sich weiter an der Produktion von „Fake News“ beteiligen darf.

„Eine posthumane Geschichte“ ist zusätzlich noch mit zahlreichen Anspielungen auf die aktuelle Lage in China gespickt: die „Umerziehungslager“, von denen die chinesische Staatsmacht euphemistisch spricht und in denen die Menschenrechte der Uiguren verletzt werden, tauchen immer wieder im Text auf. Hinter der „Stadt im Süden“, die vom Reich der „Mitte ohne Ende“ bedroht wird, ist unschwer Pat To Yans Heimat Hongkong zu erkennen, dessen Demokratiebewegung von China brutal unterdrückt wird.

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