Kritik zuMOVE OUT LOUD
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Eigentümlich und Rätselhaft
  · 09.04.21
''Was zeigen wir anderen Menschen von uns in welcher Weise? Wie wird das wahrgenommen und interpretiert, welche Rückschlüsse werden daraus gezogen? Was wollen wir nicht von uns zeigen und preisgeben? In unser aller Leben, in unseren tagtäglichen Performances bei der Arbeit oder bei Treffen mit Familie und Freunden ist immer ein Verbergen dabei, nicht unbedingt ein Verheimlichen, sondern eher ein Den-Erwartungen-Entsprechen – das wird hier konsequent zurückgewiesen.

Modjgan Hashemian, in Berlin geboren, mit iranischen Wurzeln, die viele Stücke am Ballhaus Naunynstraße und im Gorki gezeigt hat, oft biografische und dokumentarische Themen und verschiedene Kunstgenres miteinander verwebt, ist hier hinter die Kulissen des Sprechens und Redens gegangen. Sie hätte es sich viel einfacher machen können, Choreografien zu Sprech-Akten und -Präsenzformen gab und gibt es viele. Sie hat sich jedoch dem Ans-Licht-Bringen, dem Verborgenen, Fremden, auch Unheimlichen gewidmet. Dies ist eine Choreographie, die eigentümlich und rätselhaft bleibt und Erwartungshaltungen in jeder Hinsicht aushebelt. Und das bis hin zum Titel "Move out Loud" – hier ist nichts laut, sondern ganz zart und sanft und mit berückenden Bildern entworfen.'' schreibt Frank Schmid auf rbbKultur
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