Kritik zuIwanow
2.0/5
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Zelebrierte Langsamkeit
  · 26.03.21
Als Meister der Langsamkeit zelebrieren Johan Simons und sein aus Hamburg angereister Star, der Ifflandring-Träger, Jens Harzer diese dreistündige Elegie, die gefühlt noch viel länger dauert.

Ist Tschechows <Iwanow> eine Komödie oder eine Tragödie? Hier wollte sich der russische Dramatiker nicht festlegen, stellte das Stück ursprünglich als Komödie vor, veröffentlichte es aber schließlich als Tragödie. In der Bochumer Inszenierung von Johan Simons überwiegen jedoch ganz klar die tragischen Momente: die Figuren stecken tief in ihrem Weltschmerz und ihrer Langeweile, über die sie schier endlos räsonieren. Es gibt deutlich weniger komische Lichtblicke als in der Inszenierung von Karin Beier mit Devid Striesow, die am selben Wochenende am Schauspielhaus Hamburg Premiere hatte.
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