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Karge Roman-Adaption über toxische Männlichkeit
  · 21.02.21
Mit mehreren Problemen muss sich die "Fight Club Fantasy" herumschlagen: Selten gelingt es, aus Romanen überzeugende Spielfassungen zu generieren. Erschwerend kommt hinzu, dass es von diesem Roman bereits eine Hollywood-Verfilmung von David Fincher mit Brad Pitt aus dem Jahr 1999 gibt, die die Messlatte für alle weiteren Adaptionen dieses Stoffs sehr hoch gelegt hat.

Die erste Hälfte des Abends ist karges Text-Aufsage-Theater. Das Trio agiert auf der leeren Zuschauertribüne. Erst spät wird der Zugriff spielerischer und eindringlicher. Der gelungene Höhepunkt der Inzenierung ist das Schluss-Solo von Nicolas Streit, der den kompletten Bühnenraum nutzt, mit den Kameras spielt und das Publikum direkt anspricht.

Wiedergänger des Büffelfell-Schamanen und QAnon-Anhängers Jake Angeli werden wir in den kommenden Jahren wohl noch häufiger im Theater erleben. In die "Fight Club Fantasy"-Auseinandersetzung mit orientierungsloser, toxischer Männlichkeit fügt sich das Bühnen-Zitat der viral gegangenen Bilder vom Sturm auf das Kapitol schlüssig ein.
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