Kritik zuLonely House
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Weill-Entdeckungen aus dem Geisterhaus
  · 22.12.20
Alles andere als ein <lonely house> war die Komische Oper Berlin bei den ersten beiden Vorstellungen dieses Abends von Katharine Mehrling und Intendant Barrie Kosky, der sie am Klavier begleitete: die Auftritte im Dezember 2019 und Januar 2020 waren ausverkauft.

Für die Wiederaufnahme in der neuen Spielzeit war der Titel geradezu prophetisch: mit einer Live-Stream-Geistervorstellung aus dem leeren Haus meldeten sich Mehrling als Diva ganz in schwarz und ihr Bühnenpartner im queeren Einhorn-T-Shirt.

Sie wollen dem Publikum die unbekannten Facetten aus dem Werk von Kurt Weill zeigen, jenseits der Hits aus der Dreigroschenoper, die Kosky derzeit am Berliner Ensemble einstudiert. Sie konzentrieren sich auf die Werke aus dem Exil, als er vor den Nazis zunächst nach Paris, später in die USA fliehen musste. Düstere Themen und Einsamkeit dominieren, Chanson und Jazz fließen in das Werk von Kurt Weill ein.
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