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Von Nebelkerzen und dem Licht der Aufklärung
  · 19.10.20
''Der Preis des Menschen, das neue Stück von Thiemo Strutzenberger, der als Schauspieler Ensemble-Mitglied am Residenztheater ist, und dessen Inszenierung von Miloš Lolić bieten jede Menge Assoziationsraum. Vieles, zu Vieles bleibt jedoch im Nebel. Abstrakte, dafür schnell gesprochene und knapp aufeinander folgender Textpassagen lassen keine rechte Sicht zu, schon gar keinen Durchblick. Soll gezeigt werden, wie Sprache vernebelt? Während man noch einzelnen pointierten Formulierungen nachhängt, entgeht oft der Zusammenhang. Wer ist Freund, wer Feind? Wer Täter, wer Opfer? Das soll man sich natürlich auch überlegen. Aber was haben die Arbeiter zu bedeuten, die immer mal wieder auftauchen und einige Bänke auf den Stufen abmontieren? Licht dringt durch die offenen Türen von außen in die Szene. Die Darsteller wenden sich dorthin. Ein Blick in die Zukunft? Sollte dabei nur die Banalität einer technischen Dienstleistung herauskommen? Oder will man die hängen gebliebene Sentenz versinnbildlichen: „Im Schatten vom Licht soll mehr Licht sein“?

Jedenfalls leuchteten die Glasaugen der Papiertiger und der anderen animalischen Pappkameraden an dramatisch dunklen Stellen auf. Und das ausgezeichnete Ensemble der Darsteller*innen (ach ja, das Gender-Thema kam auch vor) hat durchaus Spaß gemacht.'' schreibt Petra Herrmann am 13. Oktober 2020 auf KULTURA-EXTRA
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