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Sprunghaft, nervig
  · 29.09.20
''Durch die Lektüre und das Live-Erlebnis dieses neuen Kater-Stücks, das sein Verfasser während des zurückliegenden Lockdowns hektisch zu Papier brachte, erzielte ich persönlich, der ich mich (seelenverwandt dem Biologen Ernest Steven, dessen Monolog von Alexander Swoboda gesprochen worden war) als ornithologisch interessierter Vogelfreund begreife, einen einzigen informativen Mehrgewinn, was diese Spatz-Spezies - "der düstere seespatz von dem ich nun berichte war eine nicht wandernde unterart des gemeinen seespatzen der in florida in den natürlichen salzwiesen entlang des st. johns rivers siedelte" - betraf, denn ich erfuhr zudem, dass das besagte Tier wegen Besiedelungen seines Inselchens des Arterhaltungstriebs verlustig wurde ergo vor paar Jahren ausgestorben war; das fand ich dann schon furchtbar traurig.

Doch die vielen anderen US-amerikanischen Begebenheiten und US-Personen - von 11 Schauspielern + 1 singenden sowie Gitarre spielenden Musiker, nämlich Miles Perkin als Engel der Verzweiflung , sprunghaft und v.a. nervig dargestellt - , interessierten mich nicht (wirklich nicht!) die Bohne. Wenn ich wenigstens "gefühlt" hätte, dass Kater/Petras ein sie nicht allein gesellschaftlich-sozial sondern v.a. auch privat erschüttert habendes Moment leiteten, um womöglich einem tragisch abhanden gekommenen US-amerikanischen Freund zur postmortalen Zementierung (als Denkmal auf einem Sockel) zu verhelfen, würde ich vielleicht ein "mitfühlendes" Verständnis für das Aufgebot an handelnden US-amerikanischen Personen des besagten Stücks entgegengebracht haben. Doch ohne so was funktionierte das bei mir halt nicht.'' schreibt Andre Sokolowski am 30. September 2020 auf KULTURA-EXTRA
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