3.3/5
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Exhibitionstische Collage über das Älterwerden
  · 20.09.20
„Ich bin bereit zur Nahaufnahme“ tönt es leitmotivisch durch den Abend. So schonungslos exhibitionistisch haben wir das feministische Performance-Kollektiv „She She Pop“ noch nicht erlebt. In Großaufnahme werden Hautfalten und Schamlippen auf die Video-Leinwand projiziert und in schnoddrigem Ton gegenseitig kommentiert.

Vieles an den Dialogen wirkt noch skizzenhaft und unfertig, wie eine Materialsammlung aus dem Zettelkasten. Thematisch wird sehr viel angerissen, manches kommt nicht über alberne Gags hinaus, z.B. wenn Sebastian Bark in seiner Hexenküche daran scheitert, eine Menstruationsblut-Suppe anzurühren.

Die vielfältigen Referenzen und Assoziationen, die der Abend oft scheinbar beiläufig ausstreut, hätten eine tiefere Auseinandersetzung verdient, als She She Pop sie in den knapp 75 Minuten leisten können. Zu beliebig und sprunghaft wirken die Erzählstränge.

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