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Schnitzeljagd und Verbeugung vor Volksbühne
  · 29.08.20
Monatelang rätselten Feuilletons und Soziologen, wie sich die Welt und das Theater durch Corona wohl verändern werden. René Pollesch macht mit seinen Weggefährten in "Melissa kriegt alles" am DT Berlin einfach ganz unaufgeregt weiter wie bisher: die übliche anspielungsreiche Schnitzeljagd für Nerds, die Alexandra Kollontai mit Jennifer Lopez und Woody Allen mit Helene Wegel kurzschließt. Eine kleine Akzentverschiebung gibt es aber doch: der designierte Intendant der Volksbühne am Rosa Luxemburg-Platz, winkt ein paar Mal deutlich hinüber zu seiner alten, neuen Wirkungsstätte, über der demostrantiv in großen Lettern „OST“ prangte.

Wie üblich bei Pollesch dürfen die Spieler*innen als Ko-Autor*innen auch loswerden, was ihnen auf den Nägeln brennt: Katrin Wichmann macht sich über E-Castings lustig und Jeremy Mockridge stichelt in einem Solo vorne an der Rampe gegen die „Perlen vor die Säue“-Attitüde, mit der Stars wie Benedict Cumberbatch im Londoner Old Vic vor ihr Publikum treten.

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