Kritik zuPeer Gynt
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Peer als gespaltene Persönlichkeit.
  · 15.06.20
Viktor Bodó inszeniert den Ibsen-Klassiker als Traumreise einer gespaltenen Persönlichkeit, einem dreifachen Peer mit Schauspielern aus drei Generationen (Nils Hohenhövel, Andreas Grötzinger und Günter Franzmeier). Eine spielfreudige Inszenierung, die von Slapstick bis Popsongs einen bunten Strauß an Theatermitteln einsetzt. Und doch wirkt diese Inszenierung von Viktor Bodó, dem Fachmann fürs Groteske, unterkühlter als frühere Arbeiten, wie mit angezogener Handbremse.

Für die zentrale Zwiebelszene findet der Abend eine schöne Übersetzung. Beim letzten Bild, als der dreifache Peer gegen den Eisernen Vorhang anrennt, stößt der Stream an seine Grenzen. Das würde live sicher besser wirken. Nach dem Wechsel der Intendanz am Volkstheater Wien wird "Peer Gynt" nicht mehr zu sehen sein.
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