Kritik zuDie Räuber
3.0/5
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Postdramatische Chor-Comedy
  · 23.05.20
Nicolas Stemanns Die Räuber beginnen stark: vier junge Männer ( Philipp Hochmair, Daniel Hoevels, Felix Knopp, Alexander Simon) sprechen Schiller-Verse im Chor. Die Rollen verschwimmen, mal sind alle Vater Moor, mal sind sie Franz, mal Karl.

Vor allem diesem bemerkenswerten Auftakt ist es zu verdanken, dass die Inszenierung 2009 zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde.

Stemann und sein Dramaturg Benjamin von Blomberg, die mittlerweile das Schauspielhaus Zürich als Intendanten übernommen haben, kitzeln die komischen Aspekte aus Schillers stürmisch-frühreifem Jugendwerk heraus.

Je länger der Abend jedoch dauert, desto zäher und konventioneller plätschert der Abend dahin. Langsam fokussieren sich auch klare Rollenzuschreibungen heraus: Maren Eggert tritt als Amalia auf, Christoph Bantzer übernimmt die Rolle des Vaters.

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