''Das 75-minütige und kräftezehrende Programm bestand aus Werken von Juliane Klein, Ralf Hoyer, Aribert Reimann, Gabriel Iranyi, Mayako Kubo und Samuel Tramin.

Das hochartifizielle gesangliche Können von Claudia Herr ist uns seit Jahren schon vertraut; in den von Steffen Kühn gegründeten und ausgerichteten sog. HOFKLANG-Reihen für Neue Musik tritt sie regelmäßig auf und gilt seither ganz eigentlich als jeweiliger Haupt-Hype der Events - also, was das betrifft, wussten wir zugenüge, was uns mit der Herr nunmehr im BKA erwartete.

Mein Favorit, ganz eindeutig, ihr Solo-Vortrag (also ohne Instrumentalbegleitung) der fünf Reimann-Lieder aus dessem Zyklus Eingedunkelt nach Texten Paul Celans: "Wirfst du den beschrifteten Ankerstein aus", "Deutlich, weithin", "Über die Köpfe hinweg", "Vom Hochseil herabgezwungen" und "Füll die Ödnis". / Wie sie diese minimalistischen Vokaljuwele mitunter von der höchsten Sopran- bis in die tiefste Altlage zu manövrieren versteht, mit welch grandioser Textverständlichkeit und sinnlicher Verausgabung - Hut ab, gnädige Frau!!!!!'' schreibt Andre Sokolowski am 22. April 2020 auf KULTURA-EXTRA
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