2.0/5
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Zerfaserndes Crossover-Projekt
  · 05.04.20
Für manche Inszenierungen scheint der Stream kein gutes Format. Wenn „eine fußballfeldbreite Bühne mit riesigen Videowänden und mehrstöckigen Gerüstbauten“ (Tagesspiegel zur Premiere 2013) in einem Crossover-Projekt aus Theater, Tanz und Oper bespielt wird, kommt auf dem heimischen Bildschirm wenig an. Über weite Strecken der ermüdenden zwei Stunden gab es keine schlüssige Alternative zu einer Totalen, die einzelne, häufig parallel laufende Nummern zu einem trüben Einerlei verschwimmen ließ.

In seiner melancholischen, aufs Private und die Innerlichkeit gerichteten Art wirkt „For the disconnected child“ wesentlich schlechter gealtert als die nur ein halbes Jahr jüngere „Small Town Boy“-Inszenierung, die in ihrer Wut auf politische Missstände und mit ihren emotionalen Songs auch sechs Jahre nach der Premiere im Nachtkritik-Stream noch sehr frisch wirkte.

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