5.0/5
Bewertungen: 1
Rezensionen: 1
Alle Kritiken ansehen.
0 von 0 Personen fanden die Kritik hilfreich
Remember me!
  · 02.03.20
''Der Tod als Thema der Arie ist dem Körper des Sängers scheinbar eingeschrieben. So jedenfalls meint es der Regisseur. Meredith Nicoll aber unterbricht das Stück. In einer wunderbaren Power-Point-Parodie deutet sie den Auftritt um. Nomi sei nur nervös gewesen angesichts eines Auftrittes in seinem Heimatland und angesichts des riesigen Orchesters, was ihn begleitete. Stakkatoartige Monologe erzählen vom Leben Nomis: der kleine Klaus aus Essen, der Konditorlehrling, welcher sich nach New York aufgemacht hat.

Nach einigen Passagen über das Thema Aids mit Texten von Susan Sonntag endet das Stück in einem intensiven Remember me! Warum ist so ein Ausnahmekünstler einfach von der Bildfläche verschwunden? Keine Aufnahmen von Annie Leibovitz wie von so vielen Künstlern dieser Zeit. Traurig der Abschluss: „I`ll call you back sometime“ ist die Stimme Nomis von seinem Anrufbeantworter zu hören. Ein intensiver Abend voll mit visuellen, klanglichen und textlichen Überraschungen.'' schreibt Steffen Kühn am 2. März 2020 auf KULTURA-EXTRA
War die Kritik hilfreich?