Kritik zuUltraworld
1.5/5
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Esoterisch-psychedelisch
  · 07.02.20
''Den Hauptprotagonist Frank spielt Tänzer Frank Willens. Er ist aus Albträumen erwachend direkt in den nächsten virtueller Art geraten und findet sich mit seiner unerwarteten neuen Identität als Avatar zunächst nur recht schwer ab. Zeigen die computergenerierten Videoprojektionen erst einen grünen Wald, so ist außerhalb eines Hauses bald nur noch Wüste zu sehen. Die Wasser-Ressourcen verknappen sich, wie man aus einem Radio hört. Franks Frau und Kind dursten. Er muss Wasser organisieren, doch die Nachbarn (Malick Bauer, Bianca van der Schoot) wie Hologramme auftauchend geben nichts. April 1 und 2 (Suzan Boogaerdt, Vanessa Loibl) sterben. Game over und wieder auf Anfang. Eine schicksalhafte Zeitschleife, aus der es kein Entrinnen gibt. Test 2 bringt die gleiche Aufgabe. Aber auch das mit einer Waffe von den Nachbarn erbeutete Wasser bringt keine Erlösung. Frank kniet immer wieder vor einem philosophierenden glühend leuchtenden Sonnenball.

„The only way out is in“ heißt die Zauberformel des Spiels. Doch bis Frank diese beherzigt und loslässt, man könnte auch sagen das Unausweichliche akzeptiert und erneut zum Wasserholen ansetzt, muss er und mit ihm das Publikum einiges an Ultraworld-Weisheiten von Kate Strong als eine Art Gameassistent und einer orakelnden Kassandra (Vanessa Loibl) über sich ergehen lassen. Es ist die Litanei des guten alten „Tun-Leiden-Lernen“ der antiken Tragödie in Computersprache übersetzt und mit wohlfeilen Transzendenz- und Esoterik-Bröckchen angereichert. Das reizt durchaus an manchen Stellen zu ein paar Lachern. Man kann sich von den schönen, psychedelischen Computerbildern auch verzaubern lassen und ansonsten auf Durchzug schalten. Die Katharsis wird mit der Formel „Das Ende ist der Anfang“ nachgeliefert. Das ultimative Ende dürfte dann allerdings 2021 erreicht sein.'' schreibt Stefan Bock am 7. Februar 2020 auf KULTURA-EXTRA
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