2.7/5
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Pauschales West-Bashing
  · 28.01.20
''Eine bunte Ost-Farce, eine glitzernde Show mit viel Musik, die Matthias Trippner am Bühnenrand begleitet. Lauter Medleys und Interpretationen von Songs aus den 1950ern bis Ende der 1980er: Funny van Dannen, Frank Schöbel, Falco, Westernhagen, Freddy Quinn.

Das ist ganz nett – aber auf die Dauer von mehr als zwei Stunden nicht abendfüllend. Von neuen Erkenntnissen über das Ost-West-Verhältnis ganz zu schweigen. Dafür surft der Abend zu oberflächlich auf den Zitaten. Hier und da gibt es kleine Aha-Momente. Etwa, wenn Günter Gaus aus dem Jahr 1992 zitiert wird, der damals wusste, dass diese "Wende" ganz anders aufgearbeitet gehört.

Doch erstens bleibt die Inszenierung im pauschalen West-Bashing stecken. Zweitens kommt sie über die 1990er Jahre nicht hinaus. Über die Gegenwart weiß sie rein gar nichts zu sagen. Das Schwelgen in alten Schlagern lässt den Abend dann vollends (n)ostalgisch wirken. Da kann auch Maren Eggerts schöne Fassung von "The Winner takes it all" nicht viel helfen – ein Song, der hier natürlich auch nur pauschal den schamlosen Westen abmeiern soll.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
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