3.3/5
Bewertungen: 8
Rezensionen: 2
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Die Inszenierung hat zu wenig Tempo und Esprit
  · 17.01.20
''Regisseurin Andrea Breth, weniger für absurde Komik als für sensible Psychologie bekannt, hält die Darsteller und die Komik an der kurzen Leine. Die Schauspieler dürfen für Momente ihrem Affen Zucker geben und ausgelassen herum blödeln, schreien, saufen, sich an die Wäsche gehen, doch dann tritt sie auf die Bremsen, legt kleine Kunst-Pausen ein, lässt die Figuren zu Eis erstarren und in sich hinein horchen.

Auf turbulentes Tohuwabohu folgt gähnende Stille, auf zotige Witzelei folgt zähes Ringen um jedes Wort und jeden Ton. Sie schürft tief und sucht nach philosophischem Sinn, wo eigentlich nur der Wahnsinn des banalen Alltags wütet. Für meinen Geschmack hat die Inszenierung zu wenig Tempo und Esprit, zu wenig Eleganz und Erotik: Sie ist von existenzieller Wucht, aber nicht von komischer Leichtigkeit, nachdenklich, aber nicht brillant, unsentimental, aber nicht zärtlich, ihr fehlt der Zauber und die Poesie, die aus einem guten einen wirklich gelungenen Theaterabend macht.'' schreibt Frank Dietschreit auf rbbKultur
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