2.9/5
Bewertungen: 8
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Ohne Zwischentöne
  · 06.12.19
''Andreas Döhler gibt Christoph Rott mit nervösen Ticks, schweißnass, die Finger am Hemd nestelnd, zwischen Gewissen und Familie zerrissen. Ingo Hülsmann ist der sadistische, unerbitterliche Reiter, der Leute niedersticht als würde er Unkraut ausrupfen. Allesamt außergewöhnliche Schauspieler, die hier aber ganz ohne Zwischentöne in die Vollen gehen.

Ein bombastisches, überartikuliertes Überwältigungstheater mit heldenhaftem Ende, das einem manches Mal die Tränenrührung aufzwingt – etwa, wenn der kleine Sohn, der Wildfang, der sich an keine Obrigkeitsregeln hält, plötzlich tot im Arm der Mutter liegt. Thalheimer inszeniert, ja zelebriert das sichtbare Leid der Familie, statt deren innere Gewissenskämpfe auszuleuchten. Doch dafür hätte es wohl ein anderes Stück gebraucht.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
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