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Konzert zum Film
  · 04.12.19
In den Dialog kommen Scheer und Harfouch selten. Die Collage besteht aus kurzen Ausschnitten. Die Anmoderationen verzichten auf Überleitungen und Einordnungen, beschränken sich nur auf knappe Angaben zu Titel und Autor. Die Texte sollen für sich sprechen. Als Kommentare erlauben sich Scheer und Harfouch höchstens eine hoch gezogene Augenbraue oder ein ironisches Lächeln.

Ein echtes Zusammenspiel der beiden Vortrags-Künstler erleben wir nur bei einer kurzen Passage aus Rolf Hochhuths „Wessis in Weimar“, einer Abrechnung mit der Politik der Treuhandanstalt. Die Trauer und Wut über verpasste Chancen im Einheitsprozess, als sehr schnell die Regeln der Bundesrepublik für das größer gewordene Deutschland übernommen wurden, prägt vor allem die zweite Hälfte der „Erinnerungen an einen Staat“.

Der Abend ist aber nicht nur eine Lesung von zwei Theater-Promis aus zeitgeschichtlichen Reflexionen, sondern vor allem auch ein Konzert-Abend zum Film „Gundermann“. Die Lesung wird aufgelockert durch kurze Songs von Alexander Scheer, dem mehrfach preisgekrönten Hauptdarsteller des Biopics über den Liedermacher aus der untergegangen DDR.

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