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Le Grand Macabre in der Semperoper
  · 01.12.19
''Calixto Bieito überzeichnet das imaginären Breughelland mit einer die gesamte Bühne einnehmenden spiralförmigen Rampe. In der Mitte hängt eine riesige Kugel, projiziert erscheint sie als Mutter Erde oder sie wird mit verschiedensten Videoeinspielungen und Liveprojektionen bespielt. Piet vom Fass entdeckt das Liebespaar Amanda und Amando, das einen ungestörten Schlafplatz für ausgiebigen Beischlaf sucht. Katarina von Bennigsen und Annelie Sofie Müller geben das Liebespaar – zwei bezopfte Gören, die sich mit Plasteeimern als Phallusersatz umgarnen. (...)

Dirigiert vom sprühenden Omer Meir Wellber, funkelt die Staatskapelle Dresden transparent und schön. Die Partitur zitiert sich munter durch die Musikgeschichte, ein Cello zirpt, Sirenen gellen, der wunderbare Opernchor singt die eher klassischen Parts als auch die an Beatboxen erinnernden modernen Aktionen souverän und mit viel Humor. Die Sänger, allen voran Markus Marquardt als Nekrotzar, bewältigen die teils schroffen Stimmen mit Bravour.'' schreibt Steffen Kühn am 1. Dezember 2019 auf KULTURA-EXTRA
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