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Das Thema ist spannend – die Umsetzung bleibt rätselhaft
  · 07.11.19
''Die Lack-und-Leder-Männer müssen nun mit ironischem Pathos, viel Geschrei und Overacting die Beziehungsmodelle anspielen. Doch da nicht das kleinste Fünkchen Anziehungskraft zwischen ihnen zu spüren ist, bleibt rätselhaft, welches Experiment mit den "Probanden" ausagiert wird. Mit Liebe hat das so viel zu tun wie ein Zahnarztbesuch. Zwischendurch tritt eine Frau mit künstlich roter Wallemähne auf, als sei sie gerade einem Raumschiff entstiegen, und hält längliche Monologe über die Einsamkeit. Es könnte die Versuchsleiterin sein – doch auf dem Bildschirm steht "Der letzte Mensch" und aus dem Off dringt eine Männerstimme, die Fragen stellt. Am Ende wird die Knarre gezogen und Männer und Frau schießen sich gegenseitig nieder.

Was das zu bedeuten hat? Vielleicht wollen sich die Männer letztlich doch zur wahren Liebe bekennen? Ist aber auch nicht so wichtig – denn die verkleideten Lack-Kammeraden auf der Bühne gehen einen so viel an wie Zombies in einem Computerspiel. Dabei steht hier ein so spannendes Thema zur Diskussion: Wie haben sich unsere Liebesbeziehungen verändert, wie austauschbar sind sie? Doch zwei Seiten Eva-Illouz-Lektüre oder ein halbes ZEIT-Feuilleton machen einen deutlich klüger als diese anderthalb Stunden.'' schreibt Barbara Behrendt auf rbbKultur
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