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Das Geschäft ihres Lebens
  · 01.11.19
Zwischen Anatomischem Institut und Wohlfahrtsamt spielt sich Elisabeths Leben ab. Der Mangel ist ihr stärkster Motor. Um Geld zu verdienen – sie ist Vertreterin für Korsette, Strumpf- und Büstenhalter – benötigt sie einen Wandergewerbeschein. Der kostet 150 Mark. Für diese Summe möchte sie ihren Leichnam schon zu Lebzeiten an das Anatomische Institut verkaufen. Als der Präparator erfährt, dass Elisabeth vorbestraft ist – wegen Handels ohne Gewerbeschein – zieht er sein Angebot zurück. Doch Elisabeth gibt nicht auf: Sie sucht einen Bräutigam, der sie ernähren soll.
Dass Ödön von Horváths Stück Glaube Liebe Hoffnung (Mitarbeit: Lukas Kristl) mit Ein kleiner Totentanz in fünf Bildern unterschrieben ist, verheißt nichts Gutes. Elisabeth wird die ausweglose Abwärtsspirale am unteren Ende einer Gesellschaft, in der „halt die Menschen keine Menschen sind“ nicht überleben.
Am 27. Oktober 2019 feierte das Stück in einer Inszenierung von Jürgen Kruse Premiere am Deutschen Theater Berlin. Weiterlesen ...
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