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Musikalische Western-Parodie von fünf Rampensau-Komikerinnen
  · 27.10.19
Nach und nach füllt sich die kleine Bühne im Wilmersdorfer Zelt der „Bar jeder Vernunft“ mit Schwergewichten der Kleinkunst-Szene und Gaststars aus TV und Kino, die sich gegenseitig übertrumpfen. Wie es sich für einen echten Western gehört, eint alle fünf die Suche nach dem Bösewicht, mit dem jede von ihnen noch eine Rechnung offen hat.

Auf den Plot kommt es bei „Die 5 glorreichen Sieben“ am wenigsten an. Das Handlungsgerüst ist nur eine Spielwiese, auf der sich die Unterhaltungsstars austoben können. Die fünf finden bei dieser Eigenproduktion tatsächlich erstaunlich gut als Ensemble zusammen: statt Nummernrevue-Soli lebt der Abend vor allem vom Schlagabtausch der Komikerinnen. Wer setzt die bessere Pointe und sich besser in Szene?

Im zweiten Durchgang, bei dem die Frauen ihre Cowboy-Kluft vorübergehend an den Nagel hängen und stattdessen als Saloon-Prostuierte auf ihre Freier warten, wird der Abend etwas zu zotig, bevor sie wieder die Kurve kriegen, in ihre Travestie-Rollen zurückschlüpfen und mit einer hübsch-schrägen Parodie des klassischen Showdowns schließen.

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