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Wenn Jugendliche zu Wort kommen…
  · 09.10.19
''Diese jungen Leute gehen auf uns zu – ganz direkt von der Bühne herunter. Sie suchen das Gespräch. Wie können wir generationsübergreifend das Nötige tun? Welche Allianzen können wir schließen? Wie können wir unseren Lebensstil ändern? Sie wissen, dass das viel Überzeugungsarbeit bedeutet: „Demokratie ist nichts, das man geschenkt bekommt.“ Dabei geht es nicht nur ums Klima, sondern um unser gesamtes gesellschaftliches Leben. Dazu gehört auch Toleranz statt Rassismus, Gendergerechtigkeit, Diskriminierung Andersgläubiger und und und… Sympathisch auch die thematisierte Unsicherheit, die Selbstzweifel der jungen Leute. Wie lange wird ihr Atem sein, wie weit ihre Kraft reichen? Sie wissen es nicht. Und sie sind nicht perfekt. Sie möchten doch auch einfach mal nur bei Amazon bestellen und schick sein und Spaß haben…

Noch sind diese Jugendlichen „außen vor“. Nicht in das Karussell eingestiegen, das in der Mitte der Bühne platziert ist. Wenn es sich dreht, müssen sie sich flach auf den Boden legen oder im Inneren zusammendrängen, um nicht davon erfasst zu werden. Dieses Karussell, rot und grün gestrichen, steht symbolisch für das, was wir Erwachsenen leben: immer höher, weiter, schneller, mehr. Zeit, dass wir es anhalten und aussteigen!

Ein berührender, hoffnungsfroher Theaterabend. Nur schade, dass er abseits im Haus der Kunst stattgefunden hat vor geneigtem und aufgeschlossenen Publikum. Wünschenswert wäre, dass man ihn dort wiederholte, wo mehr Skepsis zu erwarten ist, etwa Besuchern des Residenztheaters.'' schreibt Petra Herrmann am 9. Oktober 2019 auf KULTURA-EXTRA
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