4.0/5
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2 von 2 Personen fanden die Kritik hilfreich
Angenehm unpassend
  · 07.10.19
''Frédéric Bossier in der Titelrolle war schon im Potsdamer Original (am Hans Otto-Theater) mit dabei, das hier fortgesponnen wird. Dort allerdings in einer kleineren Rolle. Mit spitzigem Gesicht ähnelt er mehr Tom Schilling. Der Gesang tendiert zu Grönemeyer oder Marius Müller-Westernhagen. Hat also nicht genug Schutt, Schotter und Geröll in der Stimme, wenn man bedenkt, dass der Sexappeal Rio Reisers ja gerade im Gegensatz seiner Whisky-Stimme mit dem fast mädchenhaft schönen Gesicht bestand. Hier liegt’s etwas anders. Aber sehr gut.

Abgesehen von der völlig absurden, unverständlichen Überlänge handelt es sich um das trefflichste Exemplar seiner Gattung, das mir begegnet ist. Noch dazu, weil diese Szene-Größe im Haus an der Bismarckstraße angenehm unpassend erscheint. Ich wusste auch gar nicht, dass der Name der Band "Ton Steine Scherben" auf ein Originalzitat von Heinrich Schliemann zurückgeht. Der hatte nach der Ausbuddelung von Troja verlauten lassen: "Was ich fand, waren Ton, Steine, Scherben". – Die Typen waren gar nicht dumm.'' schreibt Kai Luehrs-Kaiser auf rbbKultur
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