4.0/5
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Abgeschottet
  · 23.09.19
''Patrick Kinmoth (Inszenierung) sowie Darko Petrovic (Bühne) haben Tristan und Isolde handlungsdurchgehend und -übergreifend auf ein Zwischendeck von einem Schiff verortet. Es gibt dort fünf jeweils voneinander abschottbare Einzelkabinen mit notdürftigen Interieurs bestehend aus je einem Stuhl, einer abklappbaren Liege, einem Waschbecken mit Spiegel oben drüber, und das wars auch schon - so ähnlich könnte es in Notbehelfskajüten eines Frachtschiffs, wo ja auch so Mitfahrtouren angeboten werden, aussehen, vermuten wir. Davor sind zig pyramidale Plexiglasbausteine aufgebaut, auf denen Wellwasser bzw. anderes Beleuchtendes draufprojiziert wird; ja und zwischen diesen Elementen und dem Schiffstorso wird teilweise dann das Orchester "eingeklemmter" Maßen sichtbar.

Die Personenführung zielt auf einen fast ausschließlichen Berührungs- und Kontaktemangel, alles "Handeln" der Personen und Personen-Paare erfolgt anti-interaktional, d.h. dass jeder/jede lediglich seine/ihre im eignen Hirn stattfindende Geschichte vorwärts zelebriert; genial geschlossen als wie konsequent und schlüssig durchgehalten!! Ja nicht zu verpassen! Bloß nicht!!'' schreibt Andre Sokolowski am 23. September 2019 auf KULTURA-EXTRA
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