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Drill an den Stangen
  · 24.08.19
Ein Tiefpunkt des Festivals war die Retrospektive der New Yorker Choreographin Deborah Hay.

"Die Türen" überdeckten mit ihrer deutlich zu lauten Live-Musik die Performance "ten". Das Stück für zehn Tänzer*innen und zwei Pole Stangen stammt aus dem Jahr 1968 und wurde für das Radialsystem neu einstudiert mit bekannten Namen der Berliner Tanz-Szene wie Frank Willens, der während des Dercon-Intermezzos im Volksbühnen-Ensemble tanzte, oder Jeremy Wade, der regelmäßig im HAU auftritt. Auch hier dominieren tastende, minimalistische Bewegungen und avantgardistische Kopfgeburten.

In immer neuen Variationen dirigieren sich die Tänzer*innen gegenseitig an die Stangen: eine davon vertikal wie eine Pipeline, die andere horizontal. In seltsamen Verrenkungen parodieren sie den Drill der klassischen Ballett-Ausbildung, während die Musik monoton dröhnt.

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